KIKA-Prozess

Juve schildert am 30.08.2012 die fragwürdigen Machenschaften KIKAs. Der ehemalige Produktionsleiter des Kindersenders wurde vom Landgericht Erfurt zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und 3 Monaten verurteilt, sein Kollege und Mitangeklagter Klaus-Peter E., Geschäftsführer einer Produktionsgesellschaft, habe eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung auferlegt bekommen. Die Angelegenheit um den öffentlich-rechtlichen Kanal ziehe sich bereits seit Jahren hin. Rechtsanwalt Frank Langen, der bereits seit Jahren in Köln tätig ist und zur Zeit eine Reihe von Verfahren aus dem Bereich Steuer- und Insolvenzstrafrecht begleite, bekam das Mandat über eine Empfehlung von Kollegen.

Am 28.08.2012 berichtete die Thüringer Allgemeine über den dritten Prozess im KIKA-Betrugsskandal, dessen Gegenstände Betrug, Untreue und Beihilfe dazu sind. Die Anklageschrift beinhaltet 16 Fälle, darunter Untreue und Bestechlichkeit, die dem Angeklagten Marco K. zur Last gelegt werden. Für den Mitangeklagten Klaus-Peter E. ist es die gleiche Menge an Vergehen. Bei ihm lauten die Anklagepunkte Beihilfe zur Untreue in Verbindung mit Bestechung. Die Verlesung umfasse ein nur schwer fassbares Kontingent an Zahlen und Daten. Der Angeklagte K. habe Aufträge an die Produktionsgesellschaft des Angeklagten E. vergeben. Es folgte die Rechnung an den KIKA, sofern Leistung und Lieferung in aller Richtigkeit erfolgten. Daraufhin habe der Angeklagte K. die Zahlung angewiesen. Das Vorlesen habe zudem einen gewissen Unterhaltungswert, denn es fallen durchaus Namen von bekannten Titeln, Sendungen und Projekten, wie z.B. „KIKA live“ und „Kikaninchen“. Der Unterhaltungswert mehrt sich auch für Diejenigen, die die Richtigkeit der Rechnungen unterzeichneten. Gegen einige sei ermittelt worden oder werde noch ermittelt, aber auch unbehelligte werden beschuldigt, wie der frühere MDR-Fernsehdirektor. Zugleich verbreite sich eine leise Ahnung davon, wie gerade bei Musterprojekten des Kinderfernsehens Geld beiseite geschoben wurde. Allein die jetzt verhandelten Fälle sollen dem MDR einen Schaden von 1,5 Millionen zugefügt haben. Strafverteidiger Frank H. Langen ist der Auffassung, dass sein Mandant Klaus-Peter E. eine schwere Bürde zu tragen habe, das Strafmaß jedoch zu seinem Gunsten ausgefallen sei.

Am 28. August 2012 berichtet TLZ.de über den dritten Prozess am Landgericht Erfurt im KIKA-Betrugsskandal. Der Ex-Produktionsleiter des Kindersenders KIKA wurde zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten, ein für ihn arbeitender Medienunternehmer zur einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Rechtsanwalt Langen sehe die Gründe für die Strafaussetzung seines Mandanten darin, dass der Medienunternehmer im Ermittlungsverfahren ausführlich Auskunft über den Grad der Korruption im KIKA-Komplex erteilt habe, was ohne seine Kooperationsbereitschaft weder der Sender noch die Ermittlungsbehörden hätten ermitteln können. Außerdem sei ihm zu Gute gehalten worden, dass er Schadenszahlungen in sechsstelliger Größenordnung leiste.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>